WEG-Reform im Herbst 2020 ermöglicht verstärkten Einsatz digitaler Lösungen

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Immobilien zu verwalten wird immer komplexer: Gesetze, Richtlinien und Normen entwickeln sich stetig weiter. Jüngstes Beispiel: In diesem Jahr wurde das seit 2018 geltende WEG-Recht novelliert – voraussichtlich im späten Herbst wird es verabschiedet. Besonders digitale Lösungen werden hierdurch weiteren Rückenwind erhalten. 

Die nächste WEG-Reform steht vor der Tür, und sie ist umfangreich. Wie umfangreich, verrät ein Blick auf den Zeitplan. Die ursprünglich geplante Verabschiedung im Juni dieses Jahres wurde bereits mehrfach verschoben. Neuer Termin: Herbst 2020. Doch nicht nur der Umfang, sondern auch die politische Auseinandersetzung mit den Inhalten der Reform sorgt für Verzögerungen.

Ausweitung der Vertretungsbefugnis des Verwalters, aber auch mehr Rechte für Eigentümer

Weitestgehend einig ist sich die Bundesregierung bereits bei der Ausweitung der Vertretungsbefugnis des Verwalters. So ist geplant, ihm im Außenverhältnis eine umfangreiche Vertretungsmacht für die Gemeinschaft zu erteilen. Im Innenverhältnis sollen die Eigentümer allerdings die Möglichkeit haben, Aufgaben und Befugnisse des Verwalters zu beschränken. Weiter ist in der Reform vorgesehenen, dass zukünftig jeder Wohnungseigentümer den Anspruch hat, auf eigene Kosten eine Ladeinfrastruktur für E-Autos und einen Glasfaseranschluss zu installieren sowie Maßnahmen für erhöhte Barrierefreiheit und Einbruchschutz zu ergreifen. Für jegliche bauliche Änderungen soll in Zukunft zudem eine einfache Mehrheit der Eigentümergemeinschaft ausreichen. Auch ein gesetzlich verbrieftes Recht für Wohnungseigentümer auf Einsicht in die Verwaltungsunterlagen ist vorgesehen.

Streitpunkt Sachkundenachweis

Uneinigkeit herrscht hingegen bei der Einführung eines Sachkundenachweises für Verwalter. Dieser war schon bei der WEG-Reform 2018 nur knapp gescheitert. Auch über die Höhe der Pflichtversicherungssumme für Verwalter sowie über die nötigen Mehrheiten bei verschiedenen Beschlüssen muss nach der parlamentarischen Sommerpause nochmals diskutiert werden. Streitthema sind auch bauliche Maßnahmen, die dem Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung dienen. Noch ist die Frage offen, wie Modernisierungsstaus vermieden und gleichzeitig Eigentümer vor finanzieller Überforderung geschützt werden können.

Digitale Lösungen auf dem Vormarsch

Nicht nur, aber sicherlich auch wegen der Corona-Krise sind sich die Verantwortlichen in Regierungskreisen sicher, dass digitale Lösungen bei der Verwaltung von Immobilien künftig eine noch größere Rolle spielen sollen. So haben nicht zuletzt die Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen aufgezeigt, welche Vorteile die Digitalisierung im 21. Jahrhundert für alle Branchen und natürlich auch die Immobilienverwaltung bietet. Daher sieht der Gesetzesentwurf Änderungen für den weitreichenden Einsatz digitaler Lösungen, beispielsweise in Bezug auf Eigentümerversammlungen, vor. So sollen Verwalter die Beschlusskompetenz erhalten, um Eigentümern die Online-Teilnahme an Eigentümerversammlung zu ermöglichen. Die Einladungen zur Eigentümerversammlung sollen nach Verabschiedung des neuen WEG-Rechts auch in Textform, also per Mail, und nicht mehr ausschließlich in Schriftform möglich sein. Auch Umlaufbeschlüsse sollen in Zukunft nur noch der Textform bedürfen und können somit zukünftig ebenfalls mit elektronischen Kommunikationsmitteln gefasst werden. Was auf den ersten Blick nur wie marginale Änderungen im Wortlaut aussieht, wird die Arbeit der Immobilienverwaltung endgültig und nachhaltig verändern.

Bestens vorbereitet mit casavi

Bei casavi haben wir die neuen Chancen und Möglichkeiten der bevorstehenden WEG-Reform für die weitere Digitalisierung der Immobilienwirtschaft fest im Blick. Mit neuen Features werden wir Verwalter bei der Nutzung der neuen Rechtslage unterstützen, unter anderem werden wir Umlaufbeschlüsse rechtssicher und einfach über casavi abwickeln können. Durch neue Funktionen und Möglichkeiten werden wir die Anmeldequote auf dem Serviceportal weiter verbessern. So kann casavi Verwalter noch besser dabei unterstützen, Abläufe zu straffen und effizienter zu gestalten – die Einsatzmöglichkeiten für Verwalter nehmen demnach laufend zu. Denn mit dem Service-Portal sind Verwalter zukunftssicher aufgestellt und haben ihr digitales Werkzeug direkt zur Hand. Das verschafft ein modernes Image und macht das Unternehmen attraktiver für Kunden sowie Mitarbeiter. Schließlich gilt es als Hausverwalter, Wirtschaftlichkeit und Kundenorientierung miteinander zu vereinbaren. Mit Hilfe digitaler Kommunikationskanäle und Services ist dies leichter möglich als je zuvor.

Bei casavi freuen wir uns auf einen aufregenden Herbst mit vielen neuen Entwicklungen am Markt, und wir sind schon sehr gespannt, wie wir gemeinsam mit unseren Kunden die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft weiter gestalten und vorantreiben werden.


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